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Das Ziel der Beratung und Behandlung von Alkoholkranken (Alkoholabhängigen) ist vor allem die Herstellung und Aufrechterhaltung der totalen Alkoholabstinenz.
Das (Wieder-) Erlernen des kontrollierten oder mäßigen Trinkens ist für eine bestimmte Zielgruppe, die Alkoholgefährdeten, möglich.
Abstinenz bedeutet Freiheit von jedlichem Alkoholkonsum (Null-Konsum). Auch keine alkoholhaltigen Soßen, Geschmacksstoffe, kein alkoholfreies
Bier oder Malzbier, keine alkoholhaltigen Medikamente, etc..
Da bei Abhängigen oft eine Suchtverlagerung auftritt, sollte auch auf Medikamente mit Suchtpotential (bestimmte Psychopharmaka) verzichtet werden. Bei schweren
psychischen oder körperlichen Erkrankungen können bestimmte Medikamente sinnvoll sein, aber nur mit äußerster Vorsicht. Hier ist unbedingt fachliche Hilfe eines erfahrenen Arztes erforderlich
(=keine Selbstmedikation).
Aktuelle Informationen zum Versuch des kontrollierten Trinkens bei riskantem Alkoholkonsum finden Sie z.B. bei Prof. Körkel
. Körkel gibt hier eine umfangreiche Zusammenfassung über den Stand der Wissenschaft und bietet auch Fortbildungen zum kontrollierten Trinken an. Auch werden von
Prof. Körkel Manuale zur Selbstbehandlung vertrieben.
Allerdings ist kontrolliertes Trinken nur für eine bestimmte Zielgruppe, nämlich die noch nicht abhängigen Trinker (Alkoholmissbraucher), denkbar.
Für schwer alkohoholabhängige oder schon alkoholabstinent-lebende Menschen ist kontrolliertes Alkoholtrinken nicht sinnvoll bzw. nicht möglich.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass viele Selbsthilfe- und Abstinenzvereinigungen Versuche des kontrollierte Trinkens als große Gefahr ablehnen.
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