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Das Rückfallmodell von Marlatt beschreibt als Auslöser für Rückfälle u.a. :
“Unausgewogener Lebensstil zwischen Sollen und Wollen” (keine Balance zwischen Vergnügen und Verpflichtung)
Suchtdruck mit der Erwartung an eine unmittelbare positive Alkoholwirkung z.B. durch Erinnerung an frühere positive Alkoholerlebnisse
Gesunkendes Selbstvertrauen (geringes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Selbstwirksamkeit)
“Rückfallschock” nach dem ersten Alkoholschluck (“Jetzt ist doch alles egal...”); dieser verführt dann zu weiterem Trinken
Ursachen für Alkoholrückfälle sind oft
Unangenehme Gefühlszustände (Angst, Langeweile, Depression Wut)
Alkohol-Verführungssituationen (auf Feiern, am Arbeitsplatz)
Konfliktsituationen (Streit und Ärger)
Wunsch wieder kontrolliert/mäßig zu trinken
Angenehme Erlebnisse (“Noch einen oben drauf setzen”)
Körperliche Beschwerden (Unwohl-sein, Erkrankung, Schlafstörung)
Allgemein unausgeglichener Lebensstil (wenig Lust, viel Frust)
Zu unterscheiden sind kurze Rückfälle (“Ausrutscher” oder “Vorfälle”) von länger dauernden Rückfällen. “Vorfälle” können vom Betroffenen
sehr schnell wieder gestoppt werden, während ausgewachsene Rückfälle länger andauern und negative Konsequenzen nach sich ziehen.
Rückfälle fallen nicht vom Himmel, sondern deuten sich meist lange vor dem ersten Schluck durch einen Rückfall in alte Verhaltensweisen an.
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