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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, die Begriffe “Sucht” und “süchtig” nicht zu benutzen, weil diese zu unklar sind. Empfohlen wird der Begriff der “Abhängigkeit”.
Laut ICD-10 (die medizinische Internationale Klassifikation psychischer Störungen der Weltgesundheitsorganisation) liegt eine Alkoholabhängigkeit (Alkoholabhängigkeitssyndrom) vor, wenn mindestens drei der folgenden Kriterien auftreten:
Starker Wunsch oder eine Art Zwang zum Alkoholkonsum
Verminderte Kontrollfähigkeit bzügl. Beginn, Beendigung und Menge des Alkoholtrinkens, d.h. “Kontrollverlust”
Körperliche Entzugssymptome bei Beendigung oder Reduktion des Konsumes (z.B. Zittern, Schweißausbrüche, Unruhe, Angstzustände, Übelkeit,
Schlafstörungen, Krampfanfälle, Halluzinationen etc.)
Toleranzsteigerung des Körpers, d.h. Gewöhnung des Körpers an den Alkohol, so dass die Trinkdosis gesteigert werden muss, um die gleiche
Wirkung zu erzielen
Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen und Vergnügen, d.h. mehr Denken und Zeitaufwand bezügl. Konsum und Beschaffung sowie zur
Erholung von den Folgen
Anhaltender Alkoholkonsum trotz schädlicher Folgen (z.B. Leberschäden, Depressionen, psychosoziale Folgen).
Die psychische/seelische Abhängigkeit ist v.a. durch den Kontrollverlust, den
zwanghaften Drang und die Zentriertheit des Denkens an den Alkohol gekennzeichnet.
Die physische/körperliche Abhängigkeit erkennt man an der
Unfähigkeit zur Abstinenz, körperlichen Entzugssymptomen und der zunehmenden Alkoholtoleranz mit Steigerung der Trinkmenge.
Es kann eine psychische oder eine physische Abhängigkeit vorliegen oder eine Kombination von beidem.
Selbsttest für Gefährdete, Abhängige und Angehörige
Die wichtigsten Fragen und Antworten
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