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Wie können Angehörige, d.h. Freunde, Familie, Kollegen,
Partner etc. einem Alkoholkranken helfen? Die Hilfe ist gerade dann schwierig, wenn der Betroffende sein Problem (noch) nicht erkennt, es bagatellisiert und für eine Behandlung wenig motiviert erscheint.
Angehörige sollten versuchen, den Alkoholkranken zu einer Behandlung zu motivieren, indem sie den Druck verstärken, so dass der Betroffene mehr
Leidensdruck entwickelt. Wir sprechen dann von “konstruktivem Leidensdruck”. Um das zu erreichen, sollten Angehörige einerseits Hilfe anbieten und sich andererseits konsequent verhalten, wenn er/sie nicht
bereit ist, Hilfe anzunehmen. Vertuschen, Versteckspielen und Verheimlichen der Alkoholkrankheit und seiner Folgeerscheinungen sollten unterbleiben. Co-alkoholisches Verhalten verlängert ungewollt den Krankheitsverlauf!
Wenn der alkoholkranke Partner nicht einsichtig wird und die Angehörigen in unerträgliche Qualen treibt, kann der Partner -auch mit einem Anwalt-
seine Trennungsabsicht deutlich machen, doch immer mit dem Hinweis, dass er/sie bei dem Partner bleiben wird, wenn er/sie Hilfe annimmt und sich behandeln lässt.
Angehörige sollten sich unbedingt fachliche Unterstützung in einer Selbsthilfegruppe
für Angehörige oder in einer Suchtberatungsstelle holen
(Hilfsadressen gibt es hier). Ggf. können auch das örtliche Gesundheitsamt,
Jugendamt oder die allgemeinen sozialen Dienste eingeschaltet werden.
Generell gilt für die
Angehörigen: “Denken Sie mehr an Ihr eigenes Wohlbefinden und Ihre eigene Gesundheit und machen Sie sich unabhängiger vom Zustand des Abhängigen.
Überlegen Sie, wieviel und womit Sie helfen wollen und können. Bestimmen Sie Ihre Grenzen und verhalten Sie sich konsequent.
Suchen Sie nach Entspannungsmöglichkeiten. Erkennen und nutzen Sie Ihre “Kraftquellen”. Holen Sie sich fachliche Hilfe.”
Psycho-Test: “Bin ich Co-Alkoholiker?”
In unserem FORUM bekommen Sie von anderen Mit-Betroffenen
(kostenlos) Unterstützung: Fragen und & Antworten unter dem Motto “Hilfe zur Selbsthilfe!”
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